27.
Aug
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Kategorie: Augmented Reality

Augmented Reality mit Google Project Tango

Googles Project Tango – ein Smartdevice mit zusätzlichen Sensoren – will 3D-Capturing auf mobilen Geräten verfügbar machen. Damit ist man in der Lage die Umgebung zu scannen und beispielsweise zur Orientierung zu nutzen. Nur wenige Details sind bisher bekannt. Wir haben für Euch ein paar News zusammengestellt.

 

WAS BISHER BEI PROJECT TANGO GESCHAH

Am Anfang des Jahres gab es die ersten Details: Googles Entwickler arbeiten an einem Mobile Device, das mit verbesserten Sensoren den 3D-Scan der realen Umgebung erlaubt (WE ARE AR berichtete). Mit Hilfe eines RGB-D-Sensors – einer Tiefenkamera – können Gegenstände erfasst und als dreidimensionale Modelle gespeichert werden. Das Smartphone wäre in der Lage unsere aktuelle Umgebung zu erkennen, um bei der Orientierung oder Navigation zu unterstützen. Insbesondere dort, wo es kein GPS gibt: innherhalb von Gebäuden für ein exaktes Indoor-Mapping.

Im April verkündete der Suchmaschinengigant den Einsatz des Tango-Smartphones für die Sphere-Roboter im Orbit. Googles 3D-Device bietet offensichtlich genau das, was die NASA gesucht hat. Chris Provencher, Projektmanager für Sphere, erklärte, man habe eine Möglichkeit gesucht um die kleinen Roboter mit besserer Technik in Form von Kamera und Sensoren auszustatten. Die NASA nennt das „Gehirn und Augen“ für die Spheres.

 

WER NOCH AM AUGMENTED REALITY PHONE SCHRAUBT

Einer der Projektbeteiligten ist das israelische Unternehmen Mantis Vision. Im Jahr 2005 gegründet, spezialisierten sich die drei Gründer von Anfang an auf 3D-Software und -technologie. Für Project Tango steuern sie ihre Plattform MV4D bei, mit der Entwickler laut Mantis Vision skalierbares 3D-Capturing in eigene Anwendungen integrieren können. Die Software wird voraussichtlich zunächst auf dem für 2015 angekündigten 7-Zoll-Tablet erscheinen, das seit Juni für von Google ausgewählte Entwickler verfügbar ist.

 

WIE LÄSST SICH TANGO NUTZEN?

Neben der bereits beschriebenen Navigation ist es vor allem die exakte Positionierung von Gegenständen und Menschen, die das Tango-Device interessant macht. So kann beispielsweise eine Person in eine andere Landschaft versetzt werden; in der Industrie können Simulationen mit verschiedenen  Umgebungen per Tablet realisiert werden. Mit bisherigen Mobilgeräten ist dies aufgrund der Qualität und Art der Sensoren in dieser Form nicht möglich.

Das Video von Mantis zeigt verschiedene Beispiele: Den Drummer scannen, in neuer Umgebung platzieren und eine Rundumsicht erlauben. Ein weiteres Beispiel im Video zeigt, wie sich ein Raum erfassen lässt und anschließend eine virtuelle Rennbahn platziert wird.

Das nächste Video zeigt eine Umsetzung des US-amerikanischen Indoor-Mapping-Anbieters Aisle411 für die Einzelhandelskette Wallgreens. Die Kunden können mit einem Tango-Tablet durch den Laden navigieren und bekommen beispielsweise Produktinformationen und Sonderangebote direkt am realen Produkt angezeigt – eine immersive Einkaufstour.

Abschließend gibt es noch ein Video über Tango von Googles I/O-Konferenz 2014: Hands-on-Video with Transformers.

WEITERFÜHRENDE LINKS

Google – What is Project Tango?

MIT Tech Review – Startup Wants You to Capture the World in 3-D

 

 

 


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