07.
Jan
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Kategorie: Augmented Reality

Augmented Reality und Beacons

Estimote Beacons

Wo Technologien verschmelzen entsteht Mehrwert für die Anwender. In Zeiten von „Smart Home“ und dem „Internet of Things“ nimmt die Vernetzung von Objekten, Daten und Menschen eine entscheidende Rolle ein. Lisa Kulawig hat sich in ihrer Bachelorthesis mit dem Zusammenspiel von Augmented Reality und Beacons auseinander gesetzt. Wir haben die Arbeit unterstützt und begleitet. Sie hat untersucht, wie die beiden Technologien sinnvolle Vorteile für den stationären Handel bringen. Ein wichtiges Thema war dabei der „Kontext“: Daten und Informationen, die dem Konsumenten passend zu seiner Aktivität, am richtigen Standort und zur richtigen Zeit zugespielt werden. Lisa gibt uns hier ein paar Einblicke in ihre Forschungsarbeit.

Es ist fast schon überflüssig zu erwähnen, dass der Online-Handel auf Kosten des stationären Handels wächst. Neu hingegen ist die Kombination von Augmented-Reality-Anwendungen und Beacons (BLE-Sender), die den Point-of-Sale (PoS) wieder attraktiv gestalten und damit Konsumenten zurück in die Geschäfte locken soll. Die Anwendungen ermöglichen es, mit Konsumenten in deren Situationszusammenhang zu interagieren und verbessern so den Service sowie den Erlebnisfaktor beim Einkauf. Diese Form der Kundenansprache entspricht der Idee des Context Business: Mittels Datenanalysen in Echtzeit können Inhalte im Situationszusammenhang der Nutzer generiert werden. Die entsprechenden Daten werden über Sensoren oder über die sozialen Netzwerke ermittelt. Mit Hilfe der Beacons kann der Standort der Konsumenten nahezu genau ermittelt und die Ansprachen darauf angepasst werden. Dazu ist die Integration des Smartphones als ständiger Begleiter am PoS geeignet. Das Smartphone kann zur Navigation, als Informationsdisplay oder auch spielerisch eingesetzt werden – der Kreativität der Entwickler sind keine Grenzen gesetzt.

Im Rahmen einer Bachelorarbeit entstanden drei konkrete Anwendungen, die an den grundlegenden Gedanken des Kaufprozesses sowie den aktuellen Entwicklungen des stationären Point of Sales ausgerichtet wurden. Durch Expertenbefragungen, an denen sich auch RE’FLEKT beteiligte, wurden die Anwendungen letztendlich evaluiert und ergänzt.

KONTEXT IM KONSUM MIT AUGMENTED REALITY UND BEACONS

Das Smartphone kann genutzt werden, um Produkte zu scannen und sich relevante Informationen an der entsprechenden Stelle auf dem Display anzeigen zu lassen. Das unterstützt die Konsumenten in ihrer Entscheidungsfindung vor Ort, entlastet das Personal und ermöglicht ein bleibendes Einkaufserlebnis.

 Augmented Reality Beacons

INSTORE-NAVIGATION PER AUGMENTED REALITY

Eine weitere Anwendung ermöglicht es Kunden schnell und einfach zum gewünschten Produkt zu navigieren. Alltägliche Besorgungen, wie beim Besuch im Supermarkt, können für die dauergestresste Gesellschaft erleichtert werden.

Augmented Reality Retail 

GAMIFICATION IM HANDEL

Und auch auf spielerischer Ebene gibt es reichlich Potenzial: Betritt ein Konsument den Shop kann er zu einer interaktiven Schnitzeljagd aufgefordert werden. Mit seiner Smartphone-Kamera erfasst er die Ladenfläche, mittels Augmented-Reality-Einblendungen werden ihm virtuelle Pfeile angezeigt, aus denen er den richtigen Weg erraten muss. Am Ziel wartet ein besonderes Schnäppchen auf ihn. Der Einkauf ist hier nicht Mittel zum Zweck sondern Freizeitbeschäftigung.

Augmented Reality Beacons 

Alle Anwendungen haben einen positiven Einfluss auf die Kundenberatungseffizienz, die Kundentreue, das Einkaufserlebnis und zahlen sich letztendlich auch monetär aus. All das nicht zuletzt weil die Technologien eine hohe Qualität an Kundendaten zur Auswertung bereitstellen. Sämtliche Interaktionen mit den Konsumenten können festgehalten werden: Wie bewegt der Kunde sich im Geschäft? Welche Angebote erhalten Aufmerksamkeit? Oder wie lange dauert sein Besuch? Der Einsatz der Anwendungen wird weiterhin mit einer Imageverbesserung, Bekanntheitssteigerung und Branding-Effekten in Verbindung gebracht.

Wirklich spannend wird es, wenn sich Technologien auf dem Markt etablieren, die vor allem die AR Anwendungen unterstützen. In erster Linie sind hier die Datenbrillen zu nennen. Auch Tiefensensoren, die Strukturen von Gegenständen erkennen können, werden als Bestandteil neuer mobiler Medien Anwendungen dieser Art optimieren. Damit ergeben sich ganz neue Aussichten für Händler und Hersteller, aber auch Konsumenten können auf die Einkaufserlebnisse der Zukunft gespannt sein.

Bildquellen: Pixabay, Lisa Kulawig, Estimote


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