27.
Mai
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Kategorie: Augmented Reality

Big Data – We are watching you

Täglich produzieren wir Daten, ohne dass wir es wirklich realisieren. Ob bei der Arbeit, in der Freizeit, oder beispielsweise in sozialen Netzwerken. Manches speichert unser Gehirn, manches die Festplatte oder Cloud und vieles vergessen wir einfach wieder – weil unsere menschliche Speicherkapazität begrenzt ist.

Das ist Big Data. Immer schneller wachsende Datenberge und eine Informationsflut, die wir nicht verarbeiten können. Aufgrund der immensen Informationsflut sind wir gezwungen Daten zu filtern und auszusortieren. Textschlangen und Zahlenkolonnen werden weniger wahrgenommen als Bilder und sind schwerer zu verarbeiten. Augmented Reality hat die Möglichkeit die Datenberge in die visualisierte Realität zu versetzen.

Nach einem Bericht des Magazins Spiegel werden im Jahr 2020 weltweit 40.000.000.000 Terrabyte an Daten produziert. Daher wird es in der Zukunft immer wichtiger sein Daten und Informationen verständlich und interaktiv aufzubereiten. Außerdem müssen sie aktuell und zur richtigen Zeit verfügbar sein.

Augmented Reality macht Datenberge erlebbar

Einige Projekte zeigen bereits was machbar ist. Insbesondere in prozessintensiven Industrien, wie z.B. in Raffinerien, werden die im Unternehmen vorhandenen Daten visuell genutzt und liegen nicht nur auf der Platte oder im Archiv.

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Jürgen Kneidinger, Geschäftsführer von Augmensys, sieht großes Potenzial in der visuellen Nutzung der vorhandenen Datenmengen. „Die Daten sind da und können durch intelligente Technologien wie AR verständlich visualisiert und somit in eine breite Nutzung gebracht werden“, beschreibt Kneidinger die Potenziale von Big Data und Augmented Reality. Weiterhin ist er davon überzeugt, dass „AR in unterschiedlichen Bereichen in Konzernen Nutzen und Kosteneinsparungen bringen kann“. Von der Wartung der komplexen Anlagen über die interne Kommunikation bis zur Nachbarschafts-PR sieht der Augmensys-Geschäftsführer Einsatzmöglichkeiten für Augmented Reality.

Dass AR für Big Data nicht nur in Großkonzernen und im industriellen Umfeld ein Gewinn ist, bestätigt RE´FLEKT-CEO Kai Thomas. „Marketing, Kommunikation und Vertrieb profitieren von der Visualisierung mit Augmented Reality“, so Thomas. Dabei bestehen für ihn Möglichkeiten in allen Branchen und Unternehmensbereichen. Gerade die Zahlenmengen beispielsweise in einem Geschäftsbericht können mit AR verständlich kommuniziert werden. Im Immobiliengeschäft können Informationen aus Plänen und Projektstrukturen visuell aufbereitet werden, was zu einer besseren Vorstellung und gleichzeitig zu einer emotionaleren Wahrnehmung führt.

Drei Gründe für Augmented Data

Die Visualisierung von Big Data mit Augmented Reality bietet eine Menge Potenzial, um künftig Daten besser zu nutzen und sie zielgruppengerecht aufzubereiten.

1. Daten können visuell dargestellt werden

Wie eingangs beschrieben werden in jedem Unternehmen und in jeder Organisation Daten gespeichert, die teils genutzt und teils ungenutzt bleiben. Vielfach müssen die Datenmengen sortiert und aufbereitet werden. Augmented Reality kann mit der Erweiterung der Realität, durch Einblendung von Zusatzinformationen und Bildern, vorhandene Zahlen und Fakten in visueller Form darstellen.

2. Komplexe Daten verständlich gemacht

Die Datenberge sind groß und meist auch noch komplex. Aus der Wahrnehmungsforschung wissen wir, dass Bilder schneller und intensiver aufgenommen werden wie reiner Text. Die bessere Kombination besteht darin, mehrere menschliche Sinne, wie z.B. Tasten, Hören und Sehen anzusprechen. Hierbei ist von einer multisensualen Kommunikation die Rede. Genau dies kann mit der Visualisierung durch AR erreicht werden, in dem der Sehsinn angesprochen wird und durch den Einsatz virtueller Objekte ein Gefühl der Haptik vermittelt wird.

3. Datenberge mobil machen

Wir sind es gewohnt unsere Daten in der Cloud dabei zu haben und wollen unsere Medien immer verfügbar haben. Dies gilt insbesondere dann, wenn Informationen schnell benötigt werden. Augmented Reality nutzt die technischen Möglichkeiten der mobilen Geräte, wie Smartphone und Tablet. Dadurch können die Daten immer genau dort visualisiert und genutzt werden, wo sie gerade gebraucht werden.
Das kann innerhalb des Unternehmens sein aber auch außerhalb. So kann ein Unternehmen auch für seine Nachbarn und Interessierte Daten zum Umweltbewusstsein oder Karrieremöglichkeiten per AR und Smartphone anbieten und somit die vorhandenen und bereits aufbereiteten Daten für weitere Zielgruppen nutzen. Im Immobilienbereich können Interessierte bereits „auf der grünen Wiese“ in künftige Erlebniswelten versetzt werden, wodurch Neugier und Aufmerksamkeit entstehen.

Die aufgezählten Möglichkeiten sind nur einige Beispiele für den Einsatz von Augmented Reality im Bereich Big Data. Sowohl AR wie auch Big Data stehen am Beginn ihrer Entwicklung. Der IT-Branchenverband Bitkom prognostiziert nach einem Umsatz von 4,6 Milliarden Euro im Jahr 2012 einen Anstieg auf 16 Milliarden Euro im Jahr 2016.

Eines ist sicher: Die Informationen auf den Datenbergen werden nicht abschmelzen und die Aufnahmekapazität des menschlichen Gehirns ist begrenzt. Dies zeigt, dass Unternehmen gut beraten sind, sich damit zu befassen, wie mit den Daten und ihrer Visualisierung umgegangen wird.

Jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim Daten sammeln.

Macht´s gut bis zum nächsten Post,

Dirk Schart

 

Quellen: Spiegel Magazin, www.bitkom.de, www.augmensys.comwww.re-flekt.com

Bildquelle: Augmensys


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