28.
Nov
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Kategorie: Allgemein

Datenbrillen im Business: Nach Google Glass ist vor Meta One

Google Glass rennen die Entwickler davon, Unternehmen haben die Datenbrille abgeschrieben. Das sagen und schreiben die einen. Die anderen machen Studien und wollen die Google Glass mit allen Mitteln in Industrieanwendungen zwängen. Schwarzseher auf der einen Seite, Trittbrettfahrer auf der anderen. Was ist nun wirklich los mit den Smart Glasses?

Die Google Glass muss häufig als Synonym für sämtlichen Smart Glasses oder Datenbrillen herhalten. Dabei hat die Google-Brille beispielsweise mit einer Meta One so viel zu tun wie ein VW Passat mit einem Tesla Roadster. Der eine ist ein hervorragender Begleiter im Alltag, der andere ein Innovations-Vehikel mit Zukunftstechnologie. Wer glaubt, dass Augmented Reality-Brillen innerhalb der kommenden Jahre Tablets und Smartphones für Business-Anwendungen ablösen wird, der hat vermutlich noch nie eine der Brillen wirklich ausprobiert.

FASZINATION SMART GLASSES

Es ist schon beeindruckend, eine der Smart Glasses aufzuziehen und passend zur Umgebung digitale Einblendungen zu bekommen. Wir nennen dies kontext-bezogene Informationen – mit Relevanz für den Nutzer. Lässt sich das Ganze dann noch per Fingergesten steuern, dann sind die meisten baff. In der vergangenen Woche besuchte uns PC Welt-Redakteur Alexander Hoffmann, um unsere Palette an Datenbrillen zu testen: von Google Cardboard über Meta One bis zur Oculus Rift. Die PC Welt berichtet im  Beitrag „Datenbrillen – der große Überblick“ über den Test und befragte uns zu den einzelnen Devices.

Alex Hoffmann Glasses

Bei Googles Cardboard ist die Überrschung meist groß weil die Erwartungen sehr gering sind. Die Überraschung war auch bei Alexander Hoffmann gegeben. Richtig los ging es dann mit der Meta One. „Wow! Einfach nur wow! DAS ist die Technik von morgen!“, sprudelte es aus ihm heraus, während der mit den Fingern virtuelle Objekte griff und an der gewünschten Stelle platzierte. Warum wir diesen Prototypen bereits jetzt bei uns haben, werden wir oft gefragt. RE’FLEKT ist einer von drei Partnern in Deutschland, die für das Meta Pioneers Programm ausgewählt wurden.

DIE TECHNIK VON MORGEN

Alexander Hoffmann hat es treffend beschrieben: Die Technik von Morgen. Es ist faszinierend zu sehen, wie schnell sich die Brillen entwickeln. In diesem frühen Stadium ist es für uns deshalb auch wichtig die Geräte zu testen und User-Feedback zu bekommen. Denn was Business-Menschen am meisten interessiert: Aktuelle Business Cases lassen sich damit noch nicht vernünftig realisieren. Für Brillenträger mangelt es an optischer Korrektur, die Brillen sind zu schwer und auch der Tragekomfort stimmt noch nicht.

Datenbrillen Smartglasses

Meta One und Oculus Rift sind nach wie vor in der Entwicklunsgphase. Die Oculus-Mannschaft entwickelt seit rund zwei Jahren – die Brille wird vorauss. 2015 erscheinen. RE’FLEKT-Entwickler Diego Montoya war zwei Wochen lang in den USA, um mit Firmen wie Meta oder Atheer Labs zu sprechen. „Die Meta One wird frühestens 2016 marktreif sein“, schätzt Montoya den Zeitrahmen ein. Nach vielen Tests sagt er: „Insbesondere der Ansatz mit Gestensteuerung ist hervorragend. Allerdings gibt es auch noch ein paar Hürden zu meistern“.

WAS HEUTE SCHON GEHT

Tablets und Smartphones sind nach wie vor erste Wahl, wenn es um Augmented Reality geht. Die Oculus Rift wird den VR-Markt umgraben. Nach vielen Anfragen zu den Datenbrillen haben wir damit begonnen eine Referenz-Anwendung zu entwicklen: den Industry Case. Die wenigsten Anwender haben die Möglichkeit reale Anwendungen mit unterschiedlichen Geräten zu testen: Tablet, Smartphone, Wearables. Die Epson Moverio beispielsweise ist eine der wenigen Brillen, die bereits auf dem Markt erhältlich ist. Damit lassen sich kontext-gezogene Anwendungen für Industrie und Marketing schaffen.

Der Ausblick: Nächste Woche gibt es die ersten Einblicke in den Industry Case. Wir starten mit iPad und Epson Moverio und sprechen dazu mit Tiphaine Rosseau und Daniel Sproll.

WEITERFÜHRENDE LINKS

PC Welt: Datenbrillen – der große Überblick

VDC Fellbach: Whitepaper „Head Mounted Displays und Datenbrillen“

Bildquellen: RE’FLEKT, VDC Fellbach


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