12.
Aug
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Kategorie: Augmented Reality

Fünf Augmented Reality Apps für Messen

BMW Augmented Reality

Bald ist es wieder soweit – der Messeherbst steht vor der Tür. Wie kriegen wir die Besucher an unseren Stand? Womit können wir die Produkte zeigen, die wir nicht am Stand haben? Wie erzeugen wir User Engagement? Das sind die Fragen, mit denen sich die Kollegen aus Marketing, PR und Vertrieb befassen. Wir verraten, wie Augmented Reality den Flow schafft: Informationen liefert und Entertainment bietet.

Messen sind langweilig und voll

Volle Hallen, überfüllte Stände, genervte Besucher: so sieht es auf den meisten großen Messen aus. Die Informationsflut ist für die Messebesucher kaum zu bewältigen, die Aussteller füllen die Messetüten mit Tonnen an Printmaterial . Mit klassischen Medien lässt sich kaum noch große Aufmerksamkeit erreichen. Noch größer ist die Herausforderung im B2B-Bereich: erklärungsbedürftige und teils wenig spannende Produkte müssen kommuniziert werden. Dabei kann das sehr spannend sein, denken wir nur an Faszination Technik.

FAZ Messe

Wo ist jetzt der Flow?

Eine Messe ist ein typische Beispiel für die bekannte Flow-Theorie des Glücksforschers Mihaly Csikszentmihalyi. Was macht uns glücklich? Auf den ersten Blick mag das spirituell klingen. Was wollen wir bei den Besuchern erreichen: Nach dem Besuch am Stand sollen sie glücklich und vor allem begeistert sein. Auf das Marketing übertragen, ist die Aufgabe, eine ausgewogene Mischung aus Information und Entertainment zu schaffen und möglichst in eine Geschichte zu verpacken. Zu wenig Information bedeutet für den Besucher, dass er gelangweilt ist. Bei zu viel Daten und Infos ist man überfordert. Die Mischung macht’s.

Augmented Reality als Game Changer

Augmented Reality erweitert die knappe und teure Standfläche virtuell. Produkte und haptische Gegenstände am Stand lassen sich zum Leben erwecken und spielerisch entdecken. Informationen lassen sich mit Begeisterung erzählen – auch wenn sie noch so trocken sind. Messewände, Roll-ups und Banner verwandelt Augmented Reality in interaktive Demo-Sessions. Als Augmented-Reality-Unternehmen machen wir uns die gleichen Gedanken, bevor wir auf eine Messe gehen: wer ist die Zielgruppe, wie schaffen wir Aufmerksamkeit und Interesse an unserem Portfolio.

Eines kann ich sagen: Wer an seinem Stand Augmented-Reality-Apps hat und sich mit Tablet oder Google Glass auf dem Stand bewegt, dem ist Aufmerksamkeit sicher. Gerade die neuen Devices sorgen für viel Neugier bei Besuchern. Wer dann noch einen Bildschirm aufstellt und die AR-Action live überträgt, dem sind begeisterte Messebesucher sicher. Lassen wir die Beispiele sprechen. Wir haben eine kleine Auswahl an Augmented-Reality-Beispielen für B2C und B2B zusammengestellt. 

Marke positionieren ohne Produkt

Neue Marke positionieren oder ein Produkt zeigen, das noch nicht existiert? Der südkoreanische Outdoorhersteller Blackyak plant, sein Sortiment im kommenden Jahr auf den deutschen Markt zu bringen. Obwohl die Kollektionen noch nicht fertig sind, präsentierten sich die Südkoreaner auf einer der weltweit größten Sportmessen – der ISPO in München. Mit einer Projektion auf das Outfit-Modell und der Augmented-Reality-App konnten die Besucher erste Eindrücke bekommen, welche Produkte Blackyak auf den Markt bringen wird. Die Marke wurde zum ersten Mal in Deutschland wahrgenommen und erregte viel Aufsehen auf der Messe.

Wir haben nicht nur die Bilder für Euch. Probiert die App selbst aus. Einfach herunterladen, iPhone oder iPad auf das Bild halten und den interaktiven Messestand bestaunen. 

Blackyak Augmented Reality Beispiel

  

Interaktives B2B-Marketing 

Produkt: Solarzellen. Company: Trina Solar aus China. Wenn wir uns an den Flow erinnern, kommen uns hier zuerst die Informationen in den Kopf. Emotion? Weniger. Chinesische Produzenten kämpfen mit vielen Vorurteilen: schlechte Qualität, mangelhafte Produktionsbedingungen, keine Transparenz. 

Europa-Marketingchef Markus Rach, erfahrener B2B-Marketer, hatte für die Intersolar 2015 ein klares Ziel: Informationen zu Solarzellen interaktiv erzählen und das Unternehmensimage von Trina Solar verbessern. Das gesamte Konzept umfasste eine Augmented-Reality-Anwendung für die Visualisierung der Solarzellen, ihrer Funktion und Vorteile. Zusäzlich gab es ein Virtual-Reality-Konzept mit Rundgang durch das Unternehmen in Changzhou – inklusive Meeting mit dem CEO.  

 

BMW Wallbox erklärt sich selbst

Die Wallbox von BMW ist eine Elektrotankstelle für die heimische Garage. Mit modernster Technik ausgestattet, dient die Wallbox nicht nur zum Tanken – die Zapfsäule ist ein digitaler Assistent für Elektromobile. Fortschrittliche Technik braucht zukunftsfähige Bedienung: Handbuch muss hier keines gelesen werden. Alle Funktionen der Wallbox werden über die Augmented-Reality-App erklärt – inklusive Röntgenblick.

Tekom Wallbox Demo

Ein echter Blickfang auf der Messe: kaum ein Besucher ging an der Wallbox vorbei ohne zu schauen was passiert oder das iPhone selbst in die Hand zu nehmen. Am Stand unseres Netzwerkpartners 2W war entsprechend Betrieb. “Wir stellen komplexe Inhalte verständlich dar. Dafür passt Augmented Reality als interaktives und visuelles Tool hervorragend in das Konzept für die Wallbox”, sagt Andreas Pfeffer, Abteilungsleiter Technische Kommunikation aus dem 2W-Team. 

 

Lebendiger Produktkatalog auf dem Tablet serviert

Das gesamte Produktportfolio zeigen, einen Blick ins Innere eines Autos gewähren, wichtige Funktionen verständlich erklären, Produktfeatures und Benefits überzeugend präsentieren, das Salesteam mit effektiven Tools ausstatten und für Andrang am Messestand sorgen. Das alles steckte in der AR-App von Bosch für die Automechanika. Das Ergebnis: Zufriedene Vertriebsmitarbeiter, begeisterte Kunden und neue Aufträge. 

Unser Entwicklungspartner Bosch nutzt Augmented Reality sehr gezielt auf Messen. Zum einen mit Apps wie der vorgestellten, häufig in Kombination mit einem realen Fahrzeug, das ebenfalls mit Augmented-Reality-Content ausgestattet ist. 

Faszination Technik erleben

Eine große Portion Gamification hat Talis seinem Messestand spendiert. Wer weiß, was ein Erhard-Multamed-Schieber macht? Genau das und die Funktionen des Teils „lernen“ die Besucher am Stand quasi nebenbei. Über ein Menü können Besucher die verschiedenen Einsätze wie Schaufelkranz und Lochzylinder austauschen und erleben die zuvor beschriebene Interaktion und ein neues Gefühl für Technologie. 

Mittels Apple-TV wird der iPad-Screen in Echtzeit auf eine große LED-Wand übertragen, sodass die Tour für alle Messebesucher gut sichtbar ist und als Blickfang weitere Interessenten zum Besuch des Talis-Messestandes animiert.

Bonus Case 

Eingangs habe ich die Messewände, Displays und Banner erwähnt. Als Beispiel dafür ein paar Worte zu unserer interaktiven DemoWall. Für die Messen und die zahlreichen Konferenzen und Workshops haben wir eine preiswerte Möglichkeit gesucht, um Content interaktiv zu präsentieren – mit einer mobilen Lösung, die per Flugzeug, Auto oder Bahn reisen kann und schnell einsetzbar ist. 

Augmented Reality DemoWall

Für unsere Industrieanwendungen entstand die DemoWall – eine klassische Messewand mit Textilbezug und faltbarem Träger. Die flexiblen Wände sind für unter 1.000 Euro zu haben und lassen sich überall mitnehmen. In Kombination mit Augmented Reality entsteht eine interaktive Präsentationsfläche, die für Produktdemos oder Markenauftritte genutzt werden kann. Mittlerweile auf mehr als 50 Veranstaltungen eingesetzt, hat die DemoWall für viel Begeisterung und User Engagement gesorgt.

Viel Erfolg auf der Messe – hoffentlich mit Augmented Reality!

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