09.
Aug
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Kategorie: Allgemein

Coca-Cola personalisiert Geofencing-Kampagne

Nachdem Coca-Cola bereits seit einigen Wochen Namen auf die Dosen druckt, wurde jetzt eine personalisierte Kampagne in Israel gestartet. Die beteiligten Autofahrer erlangen für einen Augenblick Berühmtheit. Die Teilnehmer fahren in einen definierten Bereich in Israels Städten und ihr Name erscheint auf den Displays der Werbetafeln über der Straße. Gleichzeitig erhalten sie eine Nachricht auf ihr Mobiltelefon, auf welchem Billboard der Name gerade angezeigt wird.

Geofencing und Location Based Services

Die Autofaher können die App aus dem App-Store laden und sich registrieren, um anhand ihrer Geodaten erkannt werden zu können. Die Area, in der sich die Werbedisplays befinden, wird per Geofencing definiert. Geofencing ist die Verbindung von Geoinformationsdaten in Form von Lokalisation und dem aktiven Eingriff in das definierte Gebiet. Aktiver Eingriff bedeutet dabei der Eintritt oder das Verlassen des Gebiets.

Coca-Cola Geofencing Kampagne

Durch die Geodaten des Smart Device wird erkannt, wann und wo der Autofahrer in die Geofencing-Area fährt. Dies löst die Anzeige des registrierten Namens auf dem nächstgelegenen Billboard aus. Je nach Standort wechselt die Namensanzeige zum nächsten Display innerhalb des Kampagnengebiets. Die standortbezogenen Daten, die jeder Mobilfunknutzer durch GPS-Sensor oder Netzerkennung auslöst, helfen den Unternehmen personalisierte und zum Standort passende Angebote und Vorschläge zu machen. Diese Location-based Services setzt beispielsweise die App „Foursquare“ ein, die ihren Nutzern interessante Plätze in der unmittelbaren Umgebung vorschlägt.

Coca-Cola Personal Road from Gefen Team on Vimeo.

Involvement und User Engagement

Die personalisierte Kampagne löst für den Autofahrer kurze Momente von Berühmtheit aus. Da die Anzeige praktisch vom Fahrer mit ausgelöst wird fühlt sich dieser auch eingebunden, da er selbst mitwirken kann. Hier spielen Begriffe wie Involvement und User Engagement eine große Rolle, um die Beteiligung und den Dialog von Kunden, Zielgruppen und Konsumenten zu verstärken. Gerade in der heutigen Medienfragmentierung, mit einem starken Informationsüberangebot, müssen Marketing und PR in mehrdimensionale Kommunikation investieren. Die Menschen wollen mitmachen und überrascht werden anstatt nur von Werbung berieselt zu werden. Die Zielgruppen mit interaktiven Elementen einzubinden wirkt sich kurzfristig auf die Aufmerksamkeit und langfristig auf die Markenbildung aus.

Die App wurde mittlerweile mehr als 100.000 mal heruntergeladen und ist im israelischen App-Store auf Platz 1.

Macht´s gut bis zum nächsten Post,

Dirk Schart

Weiterführende Links

Wikipedia: Geofencing
Studie: Location-based Services 2013″ der Bayrischen Landeszentrale für neue Medien (BLM)

Bildquelle
PSFK


  1. Als Unternehmen muss man sich einfach immer wieder etwas einfallen lassen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und aus meiner Sicht schafft es Coca Cola immer wieder.

    • Dirk Schart

      Hallo Herr Bauer, vielen Dank für Ihren Kommentar. Coca Cola hat mit ihrer personalisierten Kampagne großen Erfolg gehabt bzw. hat ihn noch. Das Beispiel zeigt, wie gut kontext-bezogene Information (hier Location-based, also mit Geodaten) funktionieren kann. Content zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und für die richtige Person. Das werden wir mit Wearables stärker erleben – Context Marketing statt nur Content zu produzieren.

      Beste Grüße,
      Dirk Schart

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