13.
Feb
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Kategorie: Allgemein

Google Glass in der vernetzten Industrie

Innerhalb der vernetzten Welt der digitalen Fabrik bieten sich zahlreiche Geräte und Technologien an, um Mitarbeitern die Arbeit zu erleichtern. Der schnelle Datenzugriff am Ort des Geschehens fördert einen effizienten Ressourceneinsatz. Smartdevices mit Augmented Reality, Virtual-Reality-Brillen sowie eine große Bandbreite an Wearables runden das Angebot für die moderne Industrie ab. All diese Geräte bringen benötigte Informationen und Daten genau dahin, wo sie benötigt werden – just on site.

GOOGLE GLASS SCHAFFT DEN ÜBERBLICK

Ursprünglich für den Consumer Markt entwickelt, entsteht mittlerweile auch in der Industrie die Nachfrage nach Anwendungen mit Datenbrillen. Der Technologie-Dienstleister Beckhoff hat auf der SPS IPC-Messe gezeigt, wie sich die Google Glass mit Maschinen vernetzen lässt. Per Markererkennung soll Google Glass die Anlage identifizieren, Daten wie Auslastung oder Fehlerinformationen auslesen, und die Informationen im Display visuell darstellen.

Beckhoff-Projektmanager Andreas Thome sieht darin eine neue Bedienphilosophie an der Maschine. Der Maschinenbediener erhält Informationen direkt an der Anlage und kann zur Fehleranalyse mit einem Kollegen kommunizieren oder weitere Datenblätter abrufen.

Beckhoff Google Glass

 

VUZIX MIT DURCHBLICK FÜR DIE LOGISTIK

Lagerhallen sind heute technologisierte und perfekt organisierte Bereiche in der Logisitik. Der Software-Hersteller SAP und das amerikanische Unternehmen Vuzix zeigen in ihrem Beispiel den Einsatz der M11-Brille für die Kommissionierung im Warenlager. Mitarbeiter werden mit der Datenbrille zum richtigen Lagerplatz navigiert. Das Produkt wird per Code-Scan erkannt und auf Richtigkeit geprüft. Anschließend quittiert das System die Abholung in der Logisitk-Software. Die Steuerung erfolgt per Sprachbefehl. Zudem kann der Mitarbeiter bei technischen Problemen über die Vuzix-Brille Hilfe anfordern.

 

WEARABLES – EIN AUSBLICK

In den Bereichen Sport, Fitness und Medizin sind die Wearable Devices bereits alltägliche Begleiter. Dabei stellt sich die Frage, ob das nur ein Consumer-Thema ist, oder ob die Geräte auch im B2B-Umfeld an Bedeutung gewinnen. Eigentlich ist es kein neuer Hype, denn die Sensoren sind auch bisher vorhanden. Lediglich der systematische Einsatz und die intelligente Nutzung und Visualisierung heben das Thema auf ein neues Niveau. Wearables verknüpfen Sensoren und aggregieren die Daten. Diese lassen sich vielfältig auswerten und einsetzen. Der große Vorteil liegt in der Vernetzung und der Verfügbarkeit der Informationen – Stichwort Big Data.

ABI Research unterteilt den Wearables-Markt in folgende Bereiche:

  • am Körper oder am Helm tragbare Kameras

  • Smart Cloth (auch E-Cloth genannt)

  • Smart Glasses (Datenbrillen) von Vuzix, Epson (Moverio) und Google

  • Medizintechnik im Gesundheitswesen

  • Sport- und Fitness-Tracker (Erfassungsgeräte)

  • 3D Motion Tracker wie Microsoft Kinect mit SoCs der neuen Apple-Tochter Primesense

  • Smartphone-kompatible Uhren wie Samsung Galaxy Gear oder Sony Smartwatch

Sensoren gibt es, wie gesagt, auch schon bisher in der Industrie. Allerdings wurden sie häufig nicht vernetzt und die enthaltenen Informationen wurden nur rudimentär genutzt. Für die digitale Fabrik bieten Wearables die Möglichkeit Daten zu sammeln, sie zu verbinden und dem Nutzer am Ort des Geschehens in visueller Form zur Verfügung zu stellen. Die Herausforderungen bestehen in der Industrie vor allem in der Integration in bestehende Prozesse und der Speicherung der Daten – Thema Sicherheit und Speicherbedarf.

ABI Research Wearables 

Die Prognose für Wearables zeigt, dass die Devices zunächst im Consumer Markt zu finden sind. Berücksichtigt sind darin ausschließlich Geräte, die der heutigen Vorstellung von Wearables – den sogenannten Appcessories – entsprechen. Neben Smart Glasses und Smart Watches vor allem der verknüpfte Einsatz von Sensoren im B2C-Umfeld.

WEITERFÜHRENDE LINKS

Computerwoche: Wearables im Business-Einsatz

ABI Research: Wearables and Devices

Wearable Technologies Conference: Von Google Glass zu Appcessories

Bildquellen: Google Glass Demo/Beckhoff, ABI Research, Computerwoche


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