28.
Mai
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Kategorie: Augmented Reality

Top 5 Trends für Augmented Reality

Wie oft werde ich gefragt, ob sich Augmented Reality sinnvoll einsetzen lässt. Viele wollen auch wissen, was die Google Glass für AR bringt. Oder in welchen Bereichen Augmented Reality die besten Marktchancen hat. Heute startet die Augmented World Expo in Santa Clara. Dort hat man sich schon Gedanken über die Trends für AR gemacht. Hier sind die Trends der „WE ARE AR“-Redaktion.

TREND 1: AUS DER INDUSTRIE INS MARKETING

In der Industrie ist Augmented Reality geschätzt. Kein Mensch würde auf die Idee kommen, eine App ohne erkennbaren Nutzen zu entwickeln. In der Industrie entstehen auch die Innovationen rund um Technologie. Und wenn ich von Industrie spreche, dann meine ich damit die gesamte Wertschöpfungskette vom Prototypenbau über die Produktion bis zum Aftersales.

Insbesondere die Automobilwirtschaft transferiert ihr Wissen und ihre Erfahrungen im Umgang mit neuen Technoogien aus der Produktion ins Marketing. Anwendungen im B2B-Umfeld werden zunehmen, weil der vorhandene Content mit Augmented Reality in verschiedenen Bereichen verwendet werden kann: Produktion, Marketing, Vertrieb und auf der Messe. Die Erkenntnisse aus der Industrie gelangen auch in die B2C-Kommunikation, z.B. an den Point-of-Sales.

 RE'FLEKTCAP Automotive RE'FLEKT Playroom

 

TREND 2: MEHRWERT STATT GIMMICK

Wenn ich gefragt werde, was der Unterschied zwischen Anwendungen in der Industrie und im Marketing ist, dann kann ich das einfach beantworten: der tanzende Löwe, der ein Liedchen singt. Im Marketing treffen wir nach wir vor häufig auf Apps, die nur auf kurzfristigen Wow-Effekt setzen oder deren Macher die Potenziale von AR nicht erkennen. Das behindert die Entwicklung von AR.

Nachdem die Themen Content und Usability mittlerweile penetriert werden, scheint auch ein Umdenken einzusetzen. Wie für jedes Medium brauche ich auch für AR ein Konzept und guten Content. Ich bin überzeugt, die Unternehmen haben das realisiert und erwarten in Zukunft Anwendungen, die ihren Zielgruppen einen signifikanten Nutzen bringen.

 RE'FLEKT NuOffice Gimmick

 

TREND 3: VON TECHNOLOGIE ZU USABILITY

Je leistungsfähiger die mobilen Geräte werden, desto besser lassen sich stabil funktionierende Anwendungen erstellen. Schnelle Initialisierung, stabiles Tracking und flüssige Animationen hochwertiger 3D-Modelle sind unerlässlich für ein überzeugendes Erlebnis mit AR. Sobald hier ein ausreichendes Niveau erreicht ist werden diese Dinge alltäglich.

In der Folge wird sich der Fokus stärker auf einfache Bedienphilosophien und Interaktionen richten. Die technischen Fähigkeiten und Möglichkeiten rücken stärker in den Hintergund und machen den Platz frei für eine intuitive User Experience.

UX Schablone 

 

TREND 4: MOBILE IST WEARABLE

Kann Google Glass auch Augmented Reality, ist eine weitere Frage, die häufig auftaucht. Und werden wir in Zukunft AR nur noch mit Wearables betrachten, weil man damit „hands-free“ ist? Nein, werden wir nicht. Google Glass kann Augmented Reality, um dies zu beantworten. Allerdings ist das Sichtfeld der Glass um einiges kleiner als ein iPad-Display.

Mobile Geräte eignen sich hervorragend für Augmented Reality. Ganz einfach, weil man auf dem großen Bildschirm Details erkennen kann. Ich finde die Google Glass klasse. Wer sie schon mal getestet hat, der weiß, wie klein die Darstellungen sind. Ja, eine Epson Moverio ist größer und die Meta Space Glasses versprechen noch viel mehr. Die Wahrheit ist: Wir werden alle Geräte nutzen – je nach Einsatzzweck. Also wird aus Mobile nicht Wearable, sondern alles ist Wearable.

 

TREND 5: VOM MARKER ZUM REAL-TIME-SCANNING

Mit Markern hat alles begonnen. Dann kamen wir zum markerlosen Tracking – oftmals als Königsdisziplin gepriesen. Inzwischen erlauben die AR-Systeme auch die zuverlässige Erkennung realer Objekte, sei es ein Fahrzeug, ein Gebäude oder ein Motor. Natürlich mit Einschränkungen, abhängig von Licht und Reflektionen. Was aber kommt danach?

Bei Augmented Reality sprechen wir immer von Echtzeit-Information oder Echtzeit-Darstellung. Wie sieht es mit Echtzeit-Scanning der realen Umgebung aus? Google will mit Project Tango in Echtzeit 3D-Karten der Realität erstellen, z.B. um in Gebäuden zu navigieren. Ausgestattet mit einer Tiefenkamera – ähnlich einer Kinect – misst das Smartphone 250.000 Mal in der Sekunde die Umgebung und die Bewegung des Benutzers. Die Zukunft wird uns die permanente Erkennung der realen Umgebung bescheren. Ob das bis zur nächsten AWE im Jahr 2015 sein wird? Wir werden sehen.

Project Tango Structure Sensor

 

WEITERFÜHRENDE LINKS

Augmented World Expo 2014: Trends to experience at AWE

Usability Blog: Augmented Reality – Neue Welt auch für Konzeption und UX-Consulting?

Bildquellen: Everything Robotic, Caroco.de, Computerbase, The Verge, T3 The Gadget Website


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